Die Gruppe findet sich als Gruppe

Herausforderung

Kurz vor Beginn der Bauphase wollte eine Partei aussteigen, weil sie sich eher in einer Außenseiterrolle sah und nicht als Teil der restlichen Gruppe sah (die sich schon länger kannten).

Was ist genau passiert?

Es wurde recht schnell klar, dass die anderen aus der Gruppe daran Interesse hatten, die Familie in der Gruppe zu behalten. Es war also nötig, eine andere Art des Umgangs miteinander zu finden.

Das war nicht nur aus persönlichen Gründen wichtig, sondern auch, weil ein Abspringen für die anderen bedeutet hätte, finanziell in Vorleistung gehen zu müssen, wenn es nicht gelingen sollte, neue Mitglieder zu finden. Wir entschieden deshalb mit allen gemeinsam, die Treffen für die nächsten Monate regelmäßig mit einer professionellen Begleitung durchzuführen, um zu einem anderen Umgang miteinander zu kommen.

Ergebnis

Es gab verschiedene Methoden, die unsere Moderatorinnen mit uns durchführten. Die spannendste und wichtigste Phase war für mich, als wir begannen, eine Wandzeitung zu erstellen, auf der wir über einen längeren Zeitraum Fragen nach den Erwartungen an ein Zusammenleben in der Gemeinschaft beantworteten.

Es gab eine Skala von eins bis zehn, auf der alle für sich versuchten festzulegen, auf welchen Ebenen und in welcher Tiefe sie sich Beziehungen und gemeinsame Entscheidungsprozesse wünschten. Es war überraschend zu sehen, wie viel wir miteinander bereit waren zu teilen und auch zu bemerken, wie wichtig uns das war.

Durch diesen Prozess lernten wir uns noch einmal anders kennen und unser Klima untereinander wurde freundschaftlicher und dadurch auch krisensicherer.

Empfehlung für Baugemeinschaften

Eine offene Kommunikation und ein Abgleich von Erwartungen sind wichtig!

Empfehlung für die Stadtentwicklung

keine